Stress Less – 4 Selbstmanagement Lektionen von meinem Kater

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„Ich habe die Philosophen und die Katzen studiert, doch die Weisheit der Katzen ist letztlich um ein weites größer.“
Hippolyte Taine

Es ist ein warmer Sommertag Anfang Juni und ich weiß, dass heute der große Tag ist! Ich warte schon seit zwei Monaten darauf und die Vorfreude ist gigantisch. Heute soll ich sein neues Herrchen werden und die Aufregung ist bei mir auf Hochtouren.

Er ist weiß mit grau getigerten Flecken und sein Name ist Sammy. Es ist Liebe auf dem ersten Blick und in den kommenden Jahren sollte sich eine tiefe und außergewöhnliche Freundschaft zwischen uns beiden entwickeln. Wir sind beinahe unzertrennlich: Sammy folgt mir auf den Weg in die Schule oder wenn ich draußen bei meinen Kameraden bin. In der Früh sitzt er draußen auf dem Fensterbrett meines Schlafzimmers und kann es kaum erwarten, dass ich das Fenster öffne und er es sich in meinem Bett bequem machen kann. Und das ohne dass es mein Vater bemerkt!

Die Zeit vergeht und Sammy wird ein echter Kater. Er hat das Sagen in der Nachbarschaft.

Ich beobachte ihn oft bei seiner Vogel- oder Mäusejagd oder schaue ihm einfach nur zu während er schläft, im Nichtstun übt, oder zumindest so tut als ob.

Aber Sammy ist nicht nur mein bester Freund sondern er wird zu meinem Lehrer. Im Rückspiegel betrachtet, kann ich heute sagen, dass ich von Sammy vier wichtige Lektionen gelernt habe. Ich nenne sie die 4 Selbstmanagement Lektionen von meinem Kater.

1. Klarheit

Sammy wusste immer was er will und folgte sein Ziel vorausschauend. Sei es bei seiner beliebten Vogeljagd, bei der Auswahl seiner Partnerin oder beim Streifen durch sein Revier, sein Ziel war immer eindeutig formuliert. Das Wichtigste war sein Gebiet genau im Blick zu behalten und dafür wurden alle Mittel eingesetzt.

Was ich daraus gelernt habe ist, dass Erfolg mit klaren und eindeutig formulierten Zielen anfängt. Strategien und Aktionspläne bringen mich wirklich weiter. Mein Visionboard erinnert mich täglich daran worin ich meine Zeit und Kraft investieren möchte.

Diese Lektion setzte ich praktisch so um:

  • ich habe ein Visionboard, das mir die Orientierung gibt auch wenn es stürmische Tage auf See gibt. Wann immer ich von dem Weg abweiche, hilft es mir den Kurs zu korrigieren und so zurück zu meinem Pfad zu finden.
  • die Vision bzw. das Visionboard ist von besonderer Bedeutung. Eine solche Vision ist wie ein Nordstern der mich jeden Tag aufs Neue begeistert. Alles was ich tue ist somit in einem größeren, breiteren Kontext. Die Vision gibt einen Sinn dem, was ich tue. Einen tollen Blog Post zum Thema Vision findest du hier.
  • doch die Vision bzw. das Visionboard kann ihre ganze Macht nur dann entfalten wenn ich daraus konkrete Etappen-Ziele ableite. Diese Ziele lege ich mit Hilfe der well formed outcome Methode fest.

2. Fokus und Konzentration

Ich kann Sammy auch heute sehen wie er sich auf seine Beute fokussierte. Der Spatz hüpfte hin und her und pickte nach dem einen oder anderen Korn die die Hühner übrig gelassen hatten. Mein Schmusetiger beobachtete diesen Vogel minutenlang ohne sich von der Stelle zu bewegen. Er wartete geduldig auf den richtigen Augenblick, um seinen Angriff zu starten. Er lenkte seinen Fokus auf das, womit er die größte Wirkung erzielen konnte und schlug im richtigen Moment zu.

Was ich daraus gelernt habe ist, meine Kraft und Energie auf das Wesentliche zu konzentrieren anstatt mich breit zu verzetteln. Und das gelingt mir am besten mit einem Kanban System. Es hilft mir die Aufgaben und die Ziele zu visualisieren und dabei das Wesentliche im Blick zu behalten. Das Kanban System ist hervorragend geeignet, die Aufgaben zu planen und zu priorisieren. Gleichzeitig bietet es die Flexibilität um spontan und im richtigen Moment Entscheidungen zu treffen.

Diese Lektion setzte ich praktisch so um:

  • Aufgaben sammeln: ich identifiziere alle möglichen Aufgaben die für mein Projekt oder mein Etappen-Ziel relevant sind und nehme diese sofort auf das Kanban Board auf.
  • Schneiden/Herunterbrechen: mein Ziel ist die Aufgaben so klein zu schneiden, dass ich idealerweise 1-3 davon am Tag erledigen kann.
  • Priorisieren: ich mache einen groben Monatsplan, eine Priorisierung der Woche und auch des Tages. Hier findest du eine Schritt für Schritt Anleitung wie das ganz einfach geht.
  • Umsetzen: nachdem ich den Tag geplant habe, lege ich los. Ich halte mich stark an die Pomodoro Technik um fokussiert an meine Aufgaben zu arbeiten. Diese Technik eignet sich hervorragend um den Tag so produktiv wie möglich zu gestalten.
  • Review & Reflektion: jeden Abend betrachte ich was ich an dem Tag erledigt habe. Ich überlege ob etwas Neues in meiner To Do Spalte aufgenommen oder gestrichen werden soll. Im Anschluss stelle ich mir die Frage „was lief an diesem Tag gut?“ und „was könnte ich verbessern oder anders machen?“.

3. Commitment und Konsequenz

Für Sammy war es selbstverständlich zu Ende zu bringen das, was er angefangen hatte. Und auf der Jagd hat er stets sein Bestes gegeben. Auch wenn viele seiner Jagdversuche ins Leere endeten, war er immer konsequent und engagiert dabei. Und eins wusste er: er musste immer alles geben auch wenn nicht jede Jagd erfolgreich war.

Es hat lange gedauert bis ich diese Eigenschaft wahrgenommen und sie auch angewendet habe. Es ist oft passiert, dass ich heute das Eine und morgen das Andere begonnen und Aufgaben nicht wirklich zu Ende gebracht hatte.

Heute weiß ich: “stop starting, start finishing” heißt mein Motto. Es ist mir wichtig, meinen Weg zu verfolgen und zu meinen Überzeugungen zu stehen. Dabei gebe ich mein Bestes und strebe danach, meine persönlichen Grenzen zu sprengen. Meine Ziele verfolge ich konsequent und gebe nicht auf, auch wenn die Situation aussichtslos erscheint.

4. Achtsamkeit

Sammy war ein echter Zen-Meister. Er hatte seine klaren Ziele und gleichzeitig war er immer im Hier und Jetzt. Er ruhte und beobachtete enstpannt seine Umgebung… und das viele Stunden am Tag.

Achtsam zu sein bedeutet:

  • alles aufmerksam wahrnehmen ohne zu bewerten, zu analysieren und zu deuten; alle auftauchenden Gefühle, Bilder, Körperempfindungen, ob angenehm oder nicht, begrüßen.
  • alles loslassen: Gedanken, Gefühle
  • einfach sein statt tun, “Nichts-Tun” üben
  • sich bewusst sein, was gerade geschieht und willkommen heißen

Der Schlüssel zu seinem Erfolg lag in der Kunst seine Energie und seinen Fokus bzw. seine Aufmerksamkeit zu managen. Er musste dafür nichts tun, denn das war ihm angeboren, genau wie uns Menschen auch. Nur wir haben es leider verlernt.

Diese Lektion setze ich praktisch so um:

  • Achtsamkeitstechniken helfen mir den Fokus zu schärfen und das ist essentiell um meine Produktivität zu steigern.
  • Die beste Achtsamkeitstechnik ist die Meditation. Tägliche Meditation schärft meinen Fokus. Mein Fokus ist nur auf meine Atmung gerichtet und meine Gedanken kommen damit zur Ruhe.
  • Durch Meditation lerne ich, mir keinen Druck zu machen und dadurch auch weniger Stress zu haben.
  • Meditation hilft mir, mich auf meine Ziele zu konzentrieren. Ich fokussiere schon in der Früh auf das, was ich an dem Tag erreichen möchte.

Call To Action

In meinem GRATIS E-Book zeige ich dir wie du diese Techniken konkret für dich einsetzen kannst: “9 Tägliche Praktiken um deine Produktivität zu verdreifachen.”

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